Heute hat die Miez Gulasch gekocht. Das geilste Gulasch der Welt, natürlich. Und weil ich von meinem geerbten und dann selber verfeinertem Rezept total überzeugt bin, lasse ich Euch heute daran teilhaben.
Da wäre die Zutatenliste
(für 2 gefräßige Personen. Ich mache immer die vierfache Menge und friere mindestens die Hälfte ein.)
- 500g Schweinefleisch (ich nehme Schweinesteak, weil schön mager und dennoch saftig. Schweineschnitzen oder vorgeschnittenes Gulasch gehen aber auch.)
- 2 EL Butterschmalz
- Salz
- gemahlener Pfeffer
- Paprikapulver, edelsüß
- 1 Zwiebel
- 1 Knoblauchzehe
- 1 Mohrrübe
- ½ TL Senf
- 1 EL Tomatenmark
- 250 ml Bier (ich nehme Bitburger, weil‘s schön herb ist)
- 550 ml Gemüsebrühe
- 1 EL Crème fraîche
Und dann geht es an die Zubereitung
Los geht es mit dem Schweinefleisch, das ich in kleine Würfel schneide. Das vorgeschnittene Gulasch ist mir persönlich immer zu groß, was aber jeder für sich selber entscheiden muss.
In einem großen Topf zerlasse ich dann bei voller Hitze das Butterschmalz und gebe das Schweinefleisch hinein, so dass es schön scharf anbrät.
Ich brate das Fleisch solange, bis der ganze austretende Fleischsaft verdampft ist (was bei einer Menge von 2 kg schon mal 30 Minuten dauern kann. Dennoch: durchhalten!) und das Fleisch wieder am Topfboden leicht anbrät. Das Fleisch bekommt dann so eine wunderbare braune Farbe und das Angebratene am Topfboden löst sich später in der Bier-Gemüsebrühe wieder und ist mit für den geilen Geschmack der Soße verantwortlich.
In der Zwischenzeit kann man die Mohrrüben reiben, die Zwiebeln hacken und den Knoblauch pressen.
Erst wenn der Fleischsaft verkocht ist geht es weiter. Nun kommen Salz, Pfeffer (am besten passt frisch gemahlener schwarzer Pfeffer) und Paprikapulver an das Fleisch, das daraufhin erneut gut vermengt wird. Dann die geriebenen Mohrrüben, die Zwiebeln und den Knoblauch hinzugeben und wieder vermengen. Zum Schluss den Senf (ich nehme extra scharfen) und das Tomatenmarkt unterrühren und nochmal kurz anbraten lassen.
Dann das Ganze mit dem Bier ablöschen und bei offenem Topf ein bisschen ver-/ einkochen lassen. Dabei verkocht unter anderem der Alkohol und Kinder, Schwangerer etc. können bedenkenlos mitessen. Wer dem Braten nicht traut, der kann auch alkoholfreies Bier nehmen.
Jetzt die Gemüsebrühe (die ich in warmen Wasser anrühre) angießen, warten bis das ganze köchelnd blubbert, die Temperatur auf kleine Flamme reduzieren und den Deckel auf den Topf setzen.
Mindestens eineinhalb Stunde vor sich hin köcheln lassen, ab und zu umrühren. Ich lasse mein Gulasch zwei Stunden köcheln, habe aber, wie schon gesagt, auch größere Mengen auf dem Herd.
Erst kurz vor dem Servieren wird die Crème fraîche eingerührt. Wenn Ihr nur einen Teil des zubereiteten Gulaschs jetzt essen und den Rest einfrieren wollt, trennt die Portionen bitte vor der Zugabe des Crème fraîche.
Eventuell die Soße mit ein wenig Soßenbinder andicken. Meistens ist das aber gar nicht nötig.
Wir essen zu diesem Gulasch immer Spätzle, aber auch andere Nudeln, Reis oder Kartoffeln passen gut dazu.
Und jetzt: reichlich Hunger!
Die wichtigste Zutat bei diesem Gericht ist Geduld! So muss auf jeden Fall der ganze Fleischsaft verkocht sein, bevor man das Fleisch würzt und unter eineinhalb Stunden Kochzeit würde ich auf keinen Fall gehen.
Original-Rezept mit vielen Fotos veröffentlicht auf Mama Miez' Blog.


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